Ödland-Kochstudio:
gebratener Frosch

Guter Geschmack muss nicht teuer sein! In letzter Zeit bekommen wir immer häufiger Anfragen von gesundheitsbewussten Metal-Heads, die sich gerne so biologisch-dynamisch ernähren wollen wie wir. Doch weil der Mensch vom Torf allein nicht leben kann, verraten wir euch ein weiteres Rezept aus unserer Gourmet-Küche.

Dazu benötigen wir:

-        1 Frosch pro Person

-        1 Tomate pro Frosch

-        diverse Kräuter und Gewürze (...für Energiesparer gibt ´s auch „Maggi Fix für gebratenen Frosch“...)

Zubereitung:

Natürlich bietet es sich besonders zur Zeit der Krötenwanderung an, diesen kulinarischen Leckerbissen auf den Tisch zu bringen. Da ist die Froschernte nämlich am einfachsten. Unsere Nachbarn grasen immer die Fangnetze ab, die freundliche Tierschützer vor viel befahrenen Straßen errichten. Wir sind da aber wieder mal viel tierfreundlicher unterwegs und greifen uns nur jene, die schon an Altersschwäche hops gingen (...man beachte den Wortwitz...). Die sind auch wesentlich einfacher zu fangen, hauptsächlich weil sie nicht mehr so weit hopsen. Als passender Soundtrack drängt sich der „Frog Pest Tree“-Sampler oder Rondats „Amphibia“ geradezu auf.

Wenn kein Fangnetz in der Nähe ist, wandern wir einfach die Straße entlang. Dort finden sich ebenfalls jede Menge Frösche, die eines natürlichen Todes starben (...sie wurden vom Auto überfahren...). Solange sie noch frisch und saftig sind (...oder wenn ´s regnet...) eignen sich diese Exemplare hervorragend als Pizzaboden. Einfach nach Wunsch belegen, ab in Ofen und fertig. Bei Trockenheit löst man sie mittels einer Spachtel vom Asphalt. Gewürzt mit ein paar gerösteten Sägespänen (...True-Metaller verwenden Eisenspäne...), verwandelt man platte Frösche in ein leckeres Knabbergebäck, das wir gern bei jeder Party reichen. Diese Art der Froschernte untermalt man soundtechnisch treffend mit „Hammer Smashed Face“ von Cannibal Corpse (...sieht ziemlich ähnlich aus...).

Aber zurück zu unseren unbeschädigten Fröschen...

Ersma waschen wir die Teile ab (...wer weiß, wo die sich rumgetrieben haben...). Dann packen wir Sound von Face to Face, Adelscott oder Dream Child in CD-Player. Hey, das sind französische Bands – die kennen sich mit Fröschen aus. Dann bereiten wir aus frischen Gartenkräutern (...irgendwas Grünes, nicht unbedingt vom Misthaufen...) einen feinen Kräutersud. Diesen befördern wir mittels einer Spritze (...oder per Mund-zu-Mund-Beatmung...) ins Innere des Frosches. Rasch das Maul mit der bereitgelegten Tomate verschließen, sonst tropft der ganze Sabber wieder raus. Nun würzen wir die ganze Geschichte noch mit einer Prise Red Hot Chili Peppers und allem, was sich so auf dem Boden der Küche findet (...was bei uns immer ´ne ganze Menge ist...).  Schließlich packen wir die präparierten Frösche in eine mit Schmalz bestrichene Pfanne und braten sie gleichmäßig auf kleiner Flamme. Aber Vorsicht: Nicht zu nahe am Herd bleiben! Die Teile haben nämlich die dumme Angewohnheit, hin und wieder zu platzen. Das ist echt lustig – es sei denn, am steht gerade daneben...(...verbrühte Stellen sofort mit Celtic Frost abkühlen...)

Wenn die Frösche schließlich eine knackige Kruste von goldgelber bis schwarzer Färbung (...je nach Sorte...) aufweisen, sind sie bereit zum Verzehr. Die Zartbesaiteten unter euch können sie natürlich vorher noch in einen Mixer werfen. Das tut dem unvergleichlichen Geschmack keinen Abbruch, aber es sieht dann wirklich nicht mehr aus, als ob es je gelebt hätte...

Romantiker können aus den Fröschen natürlich auch ein Candle-Light-Dinner zaubern. Dazu dekoriert man die gebratenen Tiere einfach mit essbaren Party-Hütchen aus gebackenem Torf und steckt ihnen Wunderkerzen in den Hintern. Als Soundtrack empfehlen wir Tiamats „Wildhoney“ oder irgendwas von den Sisters of Mercy (...dabei wird jede Frau schwach...). Wenn das nicht zum gewünschten Erfolg führt, verwöhnt man die/den Angebetete(n) kurzerhand mit der Krönung kulinarischer Romantik – einem Flambè. Dazu kippen wir einen Hauch Toffelschnaps über die Frösche. (...Hey, die neue Die-Hard-Edition entzündet sich nach ein paar Minuten von selbst...) Glaubt mir: Nix bringt Mädels so schnell auf Touren wie der Anblick brennender, gebratener Frösche! (...Vor allem, wenn die Augen auslaufen...)

So...das war´s für diesmal in eurem Ödland-Kochstudio.

Guten Appetit!


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